Was ist Mototherapie?

Mototherapie fördert die freie Entfaltung durch Bewegung

Unter dem Begriff „Mototherapie“ verstehen wir ein ganzheitliches Therapie- und Förderkonzept. Im Mittelpunkt der Therapie steht die Bewegung als Basis für eine gesunde Entwicklung. Denn die motorischen Fähigkeiten eines Kindes haben großen Einfluss darauf, wie es seine Umgebung wahrnimmt, erlebt und handelt.

In der Mototherapie stärken wir gezielt die motorischen Eigenschaften von Kindern mit Entwicklungsverzögerungen in den Bereichen Wahrnehmung, Bewegung, Emotionen oder Sozialverhalten. Mit unserem ganzheitlichen Förderkonzept lernen unsere kleinen Patienten, wie sie ihren Körper bewusst spüren und einsetzen können. So erhalten sie im Lauf der Zeit ein sicheres Körpergefühl und gewinnen an Selbstvertrauen. Dieses Selbstvertrauen bewirkt auch positive Verhaltensänderungen in anderen Lebensbereichen: Die Kinder werden sicherer in ihren Handlungen und auch im Umgang mit Gleichaltrigen.

Daher stärken wir mit unserem Förderansatz besonders die Handlungskompetenz, die Sozial-Kompetenz und die ICH-Kompetenz – also die Fähigkeiten, selbständig zu handeln, soziale Beziehungen zu knüpfen und die eigene Persönlichkeit bewusst wahrzunehmen.

Wann ist Mototherapie für ein Kind sinnvoll?

Die Entscheidung, ob eine Förderung sinnvoll ist, treffen die betreuenden Kinderärzte oder die untersuchenden Ärzte beim Gesundheitsamt. Bei Bedarf und auf Wunsch der Verantwortlichen hilft unsere Praxis bei der Diagnostik. Dabei wird geprüft, ob bei Ihrem Kind Entwicklungsverzögerungen, Störungen oder Beeinträchtigungen in den folgenden Bereichen vorliegen:

 

Wahrnehmung

  • Wahrnehmung in allen Bereichen (insbesondere: Fühlen, Sehen, Hören, Gleichgewicht, Bewegungssteuerung)
  • Empfinden und Erleben des eigenen Körpers
  • Planen und Durchführen von Handlungen
  • Raum- und Zeitorientierung

Bewegung

  • Grob- und Feinmotorik
  • Kontrolle von Bewegungen und Gleichgewicht
  • Dosierung von Körperkraft
  • Koordination von visueller Wahrnehmung und Bewegung (z.B. Auge-Hand-Koordination)
  • Handgeschicklichkeit, Fußgeschicklichkeit, Schreibbewegungen
  • Sprachentwicklung

Verhalten

  • Überaktivität oder Unteraktivität (Hyper- oder Hypoaktivität)
  • Aggressivität gegen sich selbst oder andere
  • Konzentrationsstörungen
  • Leistungsverweigerung und sozialer Rückzug
  • Beeinträchtigung in der Kontaktaufnahme, in der Kommunikation und im Ausdrucksverhalten